La Traviata - Eine Auferstehung

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi Libretto von Francesco Maria Piave

Violetta Valéry lädt ein: zum Feiern, zur Lust, zur Ausschweifung. Unter den Gästen ist Alfredo Germont. Gegen jede Vernunft verlieben sich die beiden ineinander und versuchen den Ausstieg, ein gemeinsames Leben fernab bürgerlicher Konventionen und Violettas Stellung als „Kurtisane“ in der Pariser Gesellschaft. Doch bald schon gibt Violetta auf Drängen von Alfredos Vater, der um den guten Ruf seiner Familie bangt, ihren Geliebten auf. Von der Unterredung mit seinem Vater erzählt sie Alfredo nichts. Stattdessen verlässt sie ihn und kehrt in ihr altes Leben und zu Baron Douphol zurück. Doch Alfredo kann das Ende ihrer Beziehung nicht akzeptieren. Violetta weist ihn brüsk zurück. Nach einem Duell zwischen den beiden Kontrahenten stürzt Alfredo davon. Erst kurz vor Violettas Tod erklärt Alfredos Vater seinem Sohn die wahren Zusammenhänge. Beide eilen an ihr Krankenbett. Zu spät: Violetta stirbt verzeihend in den Armen ihres Geliebten. Oder nicht?

Giuseppe Verdi hatte eine Vorliebe dafür, Außenseiter:innen ins Zentrum seiner Opern zu stellen. „La Traviata“, übersetzt: „die vom Weg Abgekommene“, porträtiert eine „Kurtisane“, eine Prostituierte, und die vermeintliche Unmöglichkeit, als solche wirkliche Bindungen mit Menschen der bürgerlichen Gesellschaft einzugehen. Regisseurin Kerstin Steeb befragt in der Lüneburger Arbeit diese wohl berühmteste Verdi-Oper auf ihre Aktualität hin – gibt es diese Mechanismen bürgerlicher Doppelmoral auch heute noch?


 

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