Das Haus meiner Kindheit (in Neetze) von Manfred Schulze

Unsere Geschichten

Auf Grund vieler Nachfragen wiederholen wir die Lesung aus dem März.
 

Der Schauspieler Martin Skoda liest aus der autobiografischen Erzählung von Manfred Schulze, in der er von seiner Kindheit in Neetze während der frühen Nachkriegszeit berichtet. Der Autor, Jahrgang 1952 lebte bis Anfang der 70-er Jahre in Neetze. Manfred Schulze sagt zu seiner Geschichte:
„Zur Erzählung wurde ich durch ein Buch von Paul Maar inspiriert. Dort schildert Paul Maar seine Kindheitserinnerungen im Nachkriegsdeutschland, eine Zeit in der ich selbst Kind war. Ich dachte an meine Enkel und daran, wie schön ich es gefunden hätte, wenn meine Großeltern mir ihre Erinnerungen mitgeteilt oder aufgeschrieben hätten. Aus anfangs zögerlichen Versuchen die Erinnerungen an meine Kindheit zu Papier zu bringen ist schließlich eine Erzählung entstanden, die ich Freunden zum Lesen gab. Die Freunde ermunterten mich dann, die Geschichte weiter zu verbreiten.“
 

Die Schilderungen ranken sich um ein kleines landwirtschaftliches Anwesen in Neetze, machen dort aber nicht halt, sondern decken den ganzen Aktionsradius ab, der einem Dorfkind damals zugebilligt wurde. Ein bescheidenes Anwesen wird beschrieben in dem Mensch und Tier unter einem Dach wohnten, wo das Wasser noch mit einer Schwengelpumpe gefördert wurde, lediglich einzelne Räume mit Holz beheizt wurden und das Plumpsklo auf dem Hof noch selbstverständlich war. Auch der bäuerliche Garten und die Arbeiten auf den Feldern und im Wald spielen eine Rolle. Das kindliche Treiben zur damaligen Zeit steht im Zentrum der Erzählung.
Deutlich wird, wie frei so manches Dorfkind damals aufwachsen konnte. „Helikopter-Eltern“, wie sie heute weit verbreitet sind, waren zur damaligen Zeit ganz sicher noch eine kleine Minderheit. In einigen Passagen klingt an, wie sich der zweite Weltkrieg zu der Zeit noch auf nachgeborene Dorfkinder auswirkte. Ich über mich: Martin Skoda
 

Martin Skoda Portrait
 

Aufgewachsen in Mainz. 1988-1992 Schauspielstudium an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum mit Abschluss Diplom. Erste Engagements führen nach Augsburg und Oberhausen. Weitere 9 Jahre am Theater Oberhausen als “fester Gast”. Des weiteren arbeite ich an den Theatern in Dinslaken, Potsdam und Neuss, bevor ich 2010 nach Köln ziehe. Dort gründe ich 2003 mit der Regisseurin Sabine Bahnsen eine freie Theatergruppe (theater103). Ferner spiele ich in Inka Neuberts Gruppe “INTEATA”, mit welcher ich zu Festivals eingeladen werde. Nach einem Sommer bei den Schlossfestspielen Ettlingen habe ich die Möglichkeit am Theater Lüneburg zu gastieren, zunächst mit “Woyzeck”. Auftritte in Film und Fernsehen: Neben Rollen in Serien wie “Danni Lowinski” oder “Lena”, oder auch in dem Fernsehfilm “Die Gustloff”, spiele ich seit 2016 auch mehrfach in Doku-Fiction-Formaten mit. Dabei verkörpere ich u.a. den Universalgelehrten “Gottfried Wilhelm Leibniz” in einer ZDF/arte-Produktion. Den Lüneburgern werde ich bald in vielen Stadttheater-Produktionen bekannt. Zu meinen Lieblingsproduktionen zählen neben „Der Kontrabass“ (Regie: Johan Hess) dabei “Eine Woche voller Samstage” von Paul Maar (2016), und die Jugendproduktion “Geheim” von Theo Fransz, in der er einen Demenz-Kranken verkörpere. 2012-2017 Drei Produktionen mit dem “Jahrmarkttheater“, u.a. als Polonius in “Hamlet”. Schon immer schreibe ich eigene Texte und Musik. Unter dem Titel „Keks kommt von Können trete ich, zusammen mit Britta Haarmann, Ende 2018 u.a. im One World Kulturzentrum in Reinstorf bei Lüneburg auf. In der Spielzeit 2019/2020 schöner Erfolg in dem 2-Personen-Stück “Die Tage, die ich mit Gott verbrachte” von Axel Hacke, im Theater Lüneburg (Regie: Matthias Herrmann). Schon vor der Pandemie widmete ich mich wieder der Film, und Fernseharbeit, u.a. in der Telenovela “Rote Rosen”, dem RTL-Zweiteiler “Sonderlage”, und auch der ZDF-Reihe „Marie Brand“, sowie “Stralsund”, in welcher ich einen Kriminaltechniker spiele (2023). 2021 drehte ich in der Nähe von Bremen einen Kurzfilm mit meinem ukrainischen Kollegen Petro Stashenko („The Veteran Dramedy“ von Rainer Ludwigs), der u.a. den „bester Kriegsfilm“ bei den CannesFilmAwards eingeheimst hat. Zur Zeit bin ich im Theater Lüneburg mit der Produktion „Komm, wir finden einen Schatz“ von Janosch zu sehen.

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